BELVEDERE-GESPRÄCH

Die deutsche Kulturlandschaft ist wie kaum eine andere durch öffentliche Institutionen geprägt und durch staatliche Mittel finanziert. Brisant wird dieses Zusammenspiel von Staat und Kultur, wenn die geförderten Künstler und Institutionen Erwartungen der Öffentlichkeit erschüttern. Anlässlich der Konfrontation der documenta fifteen mit dem Vorwurf des Antisemitismus wurde der Berliner Rechtswissenschaftler Christoph Möllers von der Bundesregierung mit einem Gutachten unter besonderer Berücksichtigung der in der Verfassung garantieren Kunstfreiheit beauftragt. Gemeinsam mit dem Juristen Nils Weinberg, der über dieses Gutachten hinaus einen frischen Blick auf das Thema einbringt, entwickelte Christoph Möllers für das Buch Öffentliche Kunstfreiheit Überlegungen zur Kunstfreiheit im Spannungsfeld von Staat, Öffentlichkeit und künstlerischem Werk. 


Tatjana Kimmel spricht im Belvedere-Gespräch mit Nils Weinberg über historische und aktuelle Beispiele und die Fragen, wie frei die Kunst in einer Demokratie ist, wo sie an Grenzen stößt und welche Positionen eine plurale Gesellschaft aushalten sollte.


Dr. Nils Weinberg ist assoziierter Wissenschaftler am Lehrstuhl für Öffentliches Recht, insbesondere Verfassungsrecht, und Rechtsphilosophie (Prof. Dr. Christoph Möllers, LL.M.) an der Humboldt Universität Berlin. Das Buch Öffentliche Kunstfreiheit erschien im Mai 2026 als Band der Reihe suhrkamp taschenbuch wissenschaft, und kann an dem Abend erworben werden.
Im Anschluss an das Gespräch lassen wir den Abend gemeinsam in der Bar im Creamcheese-Raum ausklingen.

 

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Bildrechte: Nils Weinberg, KI Bearbeitung, © João Takayama